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Das Dach über allem

Biofunktionelle Zahnmedizin

Drei Disziplinen, ein Ziel: ein Mund, der im Gleichgewicht des ganzen Körpers funktioniert. Mehr als Dentosophie allein — ein System.

Die Definition

Was ist biofunktionelle Zahnmedizin?

Biofunktionelle Zahnmedizin betrachtet Zähne, Kiefer und Schädel als ein zusammenhängendes System. Und sie beginnt mit einer ehrlichen Feststellung: Dentosophie allein ist nicht die Lösung für alles. Mundatmung hat viele Ursachen, und wer nur die Funktion trainiert, übersieht die Hälfte. Deshalb gehören die Materialien im Mund, der Zustand des Knochens, das Zungenband und die Versorgung von innen genauso dazu wie die Funktion selbst.

Funktion: Dentosophie, Myofunktion, Posturologie

Nasenatmung, Zungenruhelage, Schluckmuster und balanciertes Kauen — und was sich in der Haltung verändert, wenn im Schädel Balance entsteht.

Materialien im Mund

Verschiedene Metalle und Legierungen im selben Mund sind kein Detail. Was verbaut ist, gehört angesehen und, wo nötig, therapiert.

Der Knochen

Bestehen Entzündungen? Wie ist der Knochenaufbau erfolgt? Ohne diesen Blick bleibt jede funktionelle Arbeit auf unsicherem Grund.

Das Zungenband

Restriktionen brauchen eine genaue Diagnostik — und eine funktionelle Begleitung, damit eine Lösung nicht rezidiviert.

Stärkung von innen

Ernährung, Mikronährstoffe und eine wirklich effektive Mundhygiene tragen das System. Das muss gut aufgeklärt werden, nicht nebenbei erwähnt.

Kieferorthopädie: und ihre Grenzen

Zu wissen, wann funktionelle Arbeit trägt, wann kieferorthopädische Mechanik dazugehört und wo die Grenzen liegen, ist der Kern — nicht die Ausnahme.

Fachlich verantwortet vonDr. med. dent. Rebekka HueberFachzahnärztin für Oralchirurgie · M.Sc. Kieferorthopädie · Myofunktionelle Therapie

So wirkt die Methode

Sechs Stellschrauben, ein System

Sanfte Reize statt Druck: Über den Balancer – ein weiches, herausnehmbares Mundstück – und kurze tägliche Übungen werden die Funktionen trainiert, die Zähne und Kiefer formen.

Kiefergelenk aktivieren

Funktionelles Kauen stimuliert und balanciert das Kiefergelenk – Verspannungen und einseitige Belastung können sich lösen.

Nasenatmung etablieren

Die Lippen schliessen, die Atmung findet zurück durch die Nase – die Grundlage für erholsamen Schlaf und gesunde Entwicklung.

Zungenruhelage trainieren

Die Zunge ruht am Gaumen und stützt den Oberkiefer von innen – dort, wo sie hingehört. Das prägt Zahnbögen und Schluckmuster.

Kaumuster ausgleichen

Beidseitiges, koordiniertes Kauen verteilt die Kräfte gleichmässig – die Kaumuskulatur arbeitet wieder im Team.

Haltung mitdenken

Kiefer, Nacken und Haltung hängen zusammen: Findet der Biss sein Gleichgewicht, richtet sich oft der ganze Körper mit auf.

Knochenstoffwechsel anregen

Funktionelle Belastung ist ein Reiz für den Kieferknochen — einer der Gründe, warum Funktion vor Implantat gedacht wird.

Von klein bis gross

Für wen

Von klein bis gross

Im Wachstum

Bei Kindern arbeitet die Methode mit dem Wachstum: Funktionen früh zu trainieren heisst, dem Wachstum eine Richtung anzubieten, bevor sich Muster festsetzen — sanft und ohne feste Apparatur.

Im Erwachsenenalter

Bei Erwachsenen arbeitet sie an Entlastung: Kiefergelenk, Knirschen, Mundatmung, unruhiger Schlaf – das System kann in jedem Alter neu ins Gleichgewicht finden.

Ob die Methode im Einzelfall passt, klärt eine ausgebildete Praxis nach individueller Diagnostik. Ergebnisse variieren.

Der Unterschied

Symptom behandeln oder System verstehen

Beide Wege haben ihren Platz – sie stellen nur unterschiedliche Fragen.

Der symptomorientierte Blick

  • Der schiefe Zahn wird mechanisch ausgerichtet, oft mit fester Apparatur
  • Die Funktionen dahinter – Atmung, Zungenlage, Schluckmuster – bleiben häufig unberührt
  • Rezidive sind gut dokumentiert – bleibt die Funktion unverändert, kann eine Fehlstellung zurückkehren

Der biofunktionelle Blick

  • Zuerst die Funktion: Atmung, Zunge und Schlucken werden mituntersucht
  • Die Muskulatur wird trainiert — die Kräfte, die die Form halten, verteilen sich neu
  • Ziel ist Stabilität aus dem Gleichgewicht heraus – nicht gegen es

Wichtig: Die Ansätze schliessen sich nicht aus. Biofunktionelle Zahnmedizin erweitert die klassische Zahnmedizin um die funktionelle Ebene – hier getragen von Oralchirurgie, Kieferorthopädie (M.Sc.) und myofunktioneller Therapie.

Die drei Säulen

Was das Dach trägt

Säule 01

Dentosophie

Das Fitnessstudio für die Muskulatur: Über balancierende, ausgleichende Kräfte wird die orale Muskulatur trainiert, mit einem Konzept, das an der Schädelbasis ansetzt und auf die Balance des gesamten Kraniums zielt. Eine Fehlstellung im Mund spiegelt fast immer das ganze System: Darum arbeitet die Dentosophie am Haus, nicht nur an der Eingangstür.

Die Methode im Detail

Säule 02

Biologische Zahnmedizin

Metallfrei und entzündungsarm: verträgliche Werkstoffe wie Keramikimplantate und ein sanierter Mundraum — weniger chronische Entzündungsherde, weniger Werkstoffvielfalt. Der Mund ist Teil des Organismus: Was dort dauerhaft liegt oder schwelt, wirkt weit über ihn hinaus.

Dr. Huebers Ansatz

Säule 03

Mikronährstoffe

Aufbau von innen: Regeneration, Knochen und Schleimhaut brauchen Bausteine. Gezielte Mikronährstoff-Konzepte begleiten die zahnmedizinische Arbeit als dritte Säule, mit dem Blick auf Versorgung statt nur auf Lücken.

Für Patientinnen & Patienten

Das Prinzip dahinter

Warum der Schädel die Ursache ist

Die schiefe Eingangstür ist selten das Problem des Türblatts: Meist steht das Haus schief. Auf der Methodenseite steht, welche zwei Knochen an der Schädelbasis darüber entscheiden, wie die Kiefer zueinander stehen — und warum die rein mechanische Zahnbewegung dort nicht ansetzt.

Häufige Fragen

Biofunktionelle Zahnmedizin, verständlich

Ein zahnmedizinischer Ansatz, der Zahn- und Kieferfehlstellungen als Folge gestörter Funktionen wie Atmung, Zungenruhelage, Schlucken und Kauen versteht – und diese Funktionen gezielt mitbehandelt, statt nur die Zahnstellung zu korrigieren.

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